Dieses Volk ist mit leeren Händen losgezogen: Zurückgelassen wurden Haus, Vieh, Hab und Gut, die eigenen Lieben. Vom Hass der Besetzer ins Exil gedrängt, hat dieses Volk den Kampf und den Widerstand mit Blut und Tränen gesegnet. Weit weg vom eigenen Land, aber vereint, hat es den Weg in die Berge gewählt. Nackt, hungrig, ohne jegliche Art des Wohlstands schreit es nach Freiheit und Unabhängigkeit, und opfert dafür seine besten Söhne. Etwas anderes interessiert es nicht. Dieses Volk ist nicht des Lebens müde, aber für die kommenden Generationen fürchtet es den Scham des Sklaventums ... Mohamed Chej Bidella ein sahrauischer Poet
Es ist ein Nomadenvolk –die ständige Suche nach Weideland für ihre Herden gab den Sahrauis den poetischen Beinamen „Söhne und Töchter der Regenwolken“
Die Einwohner der Westsahara bestehen vor allem aus Arabern und arabisierten Berbern dazu kommen afrikanische Minderheiten. Gesprochen wird überwiegend Hassania, ein arabische Dialekt. Nahezu 100% der Einwohner sind Muslime.
Die Angaben über die Zahl der Bewohner der Westsahara(die Sahrauis) sind sehr unterschiedlich. Ihre Gesamtzahl dürfte zwischen 300.000 bis 700.000 Einwohner liegen. Davon leben 165.000 Sahrauis in den Flüchtlingslagern in der Nähe der algerischen Stadt Tindouf.
Italienische Freunde des Saharauischen Volkes haben ihre Eindrücke die sie während Reisen in die Lager gewonnen haben in einem 32-minütigen, sehr beeindruckenden Film 'Un viaggo attraverso una natione' festgehalten. Die folgende Szenen wurden aus diesem Film *Reise durch eine Nation* entnommen.
„Die Sahara ist der Garten Allahs, aus dem er alles überflüssige menschliche und tierische Leben entfernt hat, damit es einen Ort gibt, wo er in Frieden wandern kann"
Hauptlebensgrundlage:
Hauptlebensgrundlage für die Bewohner der Westsahara waren wegen der geringen Ackerbau-Möglichkeiten die Viehzucht und der Handel. Schafe und Ziegen konnten sie dort züchten, wo die Brunnen genügend Wasser lieferten.
Hartes Klima:
Wegen der starken Temperaturschwankungen wird die Westsahara gelegentlich als „ein kaltes Land" bezeichnet, in dem die Sonne heiß scheint. Tatsächlich sinkt das Thermometer in der Wüste nachts gelegentlich unter Null Grad, um tagsüber wieder auf 30 Grad und mehr anzusteigen.
Die Karge Landschaft, die dürftige Vegetation und das harte Klima, das zusätzlich noch regelmäßig Sandstürme hervorbringt, verlangen von allen Lebewesen extreme Anpassungsfähigkeiten.